Manie

Manie ist eine affektive Störung. Der manische Patient hat einen erhöhten Antrieb, eine gehobene Stimmung und einen hohen Aktivitätsdrang. Maniker überschätzen sich und ihre Fähigkeiten bis hin zum Realitätsverlust und Größenwahn, vernachlässigen dabei auch grundlegende Bedürfnisse. Typisch für Patienten mit einer manischen Phase sind ein geringes Schlafbedürfnis, verringerte Nahrungszufuhr, Vernachlässigung der Körperpflege sowie ein unangepasstes Sozialverhalten.

Das größte Problem dabei ist, dass Manikern die Krankheitseinsicht fehlt.

Sie verfügen oft über eine gesteigerte Libido und leben diese Sexualität auch aus, ohne an Geschlechtskrankheiten zu denken. Der Umgang mit Gelde erfolg nicht mehr unter ökonomischen Gesichtspunkten, Maniker verschulden sich häufig, da sie an enorme Einkünfte aus ihren Geschäftsideen glauben. Sie geben Lokalrunden und kaufen sich mehrere Autos auf Kredit.

Manche manische Patienten sind sich ihrer Problematik durchaus bewusst, jedoch genießen sie den affektiven Zustand. Oftmals leiden die Familien und das soziale Umfeld sehr unter dem Maniker, dieser wird sich erst nach dem Ende der manischen Episode seiner Situation bewusst. Hier besteht ein erhöhtes Suizidrisiko, da das Schamgefühl und die Schuldenlast als eine ausweglose Lage wahrgenommen werden können.

Die Manie als monopolare Störung tritt viel seltener als eine Depression auf, dagegen kommt die bipolare Störung, also die Kombination der beiden Krankheiten, auf einen Anteil von ca. 40% bei den affektiven Störungen.

 

Eine akute manische Phase muss stationär und medikamentös behandelt werden. Während dieser Zeit ist der Patient für eine Psychotherapie nicht zugänglich. Diese wird nach Abklingen der Symptome durchgeführt, um den Patienten bei der Resozialisierung zu unterstützen.

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