Prüfungsvorbereitung HPP - Teil II

Viele Anwärter sind der Meinung, die mündliche Prüfung wäre die schwerere, ich behaupte mal, das stimmt nicht. Der Grund ist einfach: in der schriftlichen Prüfung müsst ihr alles wissen bzw. 21 von 28 Fragen richtig beantworten, in der mündlichen habt ihr die Möglichkeit auf Spezialisten zu verweisen bzw. euren Schwerpunkt zu bearbeiten. Ich interessiere mich z. B. null für Kinder- und Jugendpsychatrie, wenn ich dies als Schwerpunkt hätte nehmen wollen, wäre für mich die Ausbildung zum Kinder- und Jugendtherapeuten inklusive einer Approbation (mit gesetzlichen Krankenkassen kann abgerechnet werden) dank meines Studiums möglich gewesen. Daher schicke ich diese Klientel zum Kinder- und Jugendpsychiater.

In der mündlichen Prüfung ist es als Prüfling möglich, das Gespräch in einem gewissen Rahmen zu lenken. Am besten erzählt ihr am Anfang, warum ihr diese Prüfung ablegen wollt, mit wem ihr später arbeiten möchtet, wo euer Spezialgebiet liegt und welche Therapieverfahren ihr anwenden möchtet. Begeht bitte nicht den Fehler, alles behandeln zu wollen. Marketingtechnisch fehlt es euch dann an Positionierung, fachlich ist es schwieriger sich fortzubilden und besser zu werden.

Ich möchte einen Expertenstatus für Burnout und seine Auswirkungen erlangen, das ist bereits ein weites Feld. Dies beinhaltet Schlafstörungen, Essstörungen, Depressionen, Sexualstörungen, Trauer- und Traumatherapie, Zwänge sowie den Umgang mit Suchtmitteln. Meine Therapieverfahren sind die Gesprächstherapie, die kognitive Verhaltenstherapie, Atemtherapie, Mentaltraining und die Lösungsorientierte Therapie.

 

Die mündliche Prüfung umfasst ungefähr 10 Fragen. Nachdem ich mich und mein Vorhaben vorgestellt habe, erwarte ich von den Prüfern potenziell folgende Fragen (einige gehen auf meine Vorgaben ein, andere sind fast immer dabei, Reihenfolge ungewiss):

 

  1. Was ist der Unterschied zwischen Burnout und einer Depression?

  2. Was sind die Kennzeichen einer Depression?

  3. Dürfen Sie eine Depression behandeln?

  4. Wie handeln Sie, wenn Ihr Patient aufgrund einer schweren Depression seinen Suizid ankündigt?

  5. Unter welchen Voraussetzungen kann ein Patient zwangseingewiesen werden?

  6. Welche Therapie benutzen Sie bei einem Patienten mit einer leichten Depression?

  7. Können Gesprächstherapie und Verhaltenstherapie miteinander kombiniert werden?

  8. Erläutern Sie die Phasen einer Alkoholabhängigkeit.

  9. Erläutern Sie einem Patienten den Weg aus der Alkoholabhängigkeit. Wann ist er geheilt?

  10. Wenn sie mit Suchtkranken Menschen arbeiten, was bedeutet das für Ihre Arbeit?

 

Da ich mich zum Zeitpunkt der Prüfung in der Ausbildung zum Altenpfleger befinden werde, können auch Fragen zur Demenz nicht ausgeschlossen werden.

 

 

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